Bildgestütztes Nachschlagewerk

Erkennen ist der Anfang. Sperren ist die sichere Reaktion.

43 giftige Arten mit Suchfunktion, Gefahrenstufe, Erkennungsmerkmalen, giftigen Teilen und Sofortmaßnahmen – dazu 12 häufige, unbedenkliche Pflanzen zur sicheren Einordnung.

55 Pflanzen

Eibe (Taxus baccata)Extrem giftig

Taxus baccata

Eibe

Erkennen
Immergrüne flache Nadeln · Rote fleischige Samenmäntel · Häufig Hecke oder Friedhofsbaum
Giftige Teile
Fast alle Pflanzenteile; Schnittgut besonders riskant.
Risiko
Kann nach kleiner Aufnahme sehr rasch zu Kreislaufversagen und Tod führen.
Handeln
Jeden Zugang verhindern. Bei möglicher Aufnahme sofort Notdienst, Pflanzenprobe sichern.
Foto: Simon Garbutt / Wikimedia Commons · CC BY-SA
Blauer Eisenhut (Aconitum napellus)Extrem giftig

Aconitum napellus

Blauer Eisenhut

Erkennen
Blaue helmförmige Blüten · Handförmig tief geteilte Blätter · Garten- und Gebirgspflanze
Giftige Teile
Alle Pflanzenteile, besonders Wurzel und Samen.
Risiko
Stark wirksame Alkaloide können Herz und Nervensystem bedrohen.
Handeln
Fläche sperren, nicht mit bloßen Händen bearbeiten, bei Aufnahme sofort Notdienst.
Foto: I. Sáček, senior / Wikimedia Commons · Freie Lizenz – siehe Dateiseite
Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)Extrem giftig

Colchicum autumnale

Herbstzeitlose

Erkennen
Violette krokusähnliche Herbstblüte · Breite Blätter im Frühjahr · Wächst in Wiesen
Giftige Teile
Alle Teile; bleibt auch im Heu gefährlich.
Risiko
Colchicin schädigt Zellen und kann schwere Magen-Darm- und Organfolgen verursachen.
Handeln
Bestand markieren und fachgerecht regulieren; kontaminiertes Heu sperren; Verdacht sofort melden.
Foto: Stemonitis / Wikimedia Commons · Public Domain
Roter Fingerhut (Digitalis purpurea)Extrem giftig

Digitalis purpurea

Roter Fingerhut

Erkennen
Hohe Blütenähre · Rosa-violette glockenförmige Blüten · Filzige Blattrosette
Giftige Teile
Alle Pflanzenteile, auch getrocknet.
Risiko
Herzglykoside können schwere Rhythmus- und Kreislaufstörungen auslösen.
Handeln
Nicht verfüttern oder auf die Weide werfen; bei möglicher Aufnahme sofort Tierarzt/Notdienst.
Foto: Varda-Elentari / Wikimedia Commons · Public Domain
Jakobskreuzkraut (Jacobaea vulgaris)Hohe Gefahr

Jacobaea vulgaris

Jakobskreuzkraut

Erkennen
Gelbe Körbchenblüten in flachen Gruppen · Tief gelappte Blätter · Oft an Straßenrändern und lückiger Narbe
Giftige Teile
Alle Teile; Pyrrolizidinalkaloide bleiben in Heu und Silage relevant.
Risiko
Wiederholte Aufnahme kann zu fortschreitender Leberschädigung führen.
Handeln
Vor Samenreife fachgerecht entfernen, Handschuhe nutzen, Material nicht verfüttern oder liegen lassen.
Foto: Wikimedia Commons · CC BY-SA
Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus)Hohe Gefahr

Prunus laurocerasus

Kirschlorbeer

Erkennen
Immergrüne glänzende große Blätter · Weiße Blütentrauben · Schwarze kirschähnliche Früchte
Giftige Teile
Blätter, Kerne und zerkleinertes Schnittgut.
Risiko
Cyanogene Verbindungen können besonders nach Zerkleinerung Blausäure freisetzen.
Handeln
Heckenschnitt nie auf die Weide geben; Aufnahme als dringenden Vergiftungsverdacht behandeln.
Foto: Karduelis / Wikimedia Commons · Public Domain
Rhododendron (Rhododendron ponticum)Hohe Gefahr

Rhododendron ponticum

Rhododendron

Erkennen
Immergrüne ledrige Blätter · Große rosa-violette Blütenstände · Häufig Zierstrauch
Giftige Teile
Blätter, Blüten und Nektar.
Risiko
Grayanotoxine können Speicheln, Verdauungs-, Herz- und Nervensymptome auslösen.
Handeln
Zaunabstand zu Ziergehölzen einhalten; Schnittgut fernhalten; bei Aufnahme Tierarzt kontaktieren.
Foto: Karduelis / Wikimedia Commons · Public Domain
Buchsbaum (Buxus sempervirens)Hohe Gefahr

Buxus sempervirens

Buchsbaum

Erkennen
Kleine gegenständige immergrüne Blätter · Dichter Heckenwuchs · Typischer Zier- und Formschnittstrauch
Giftige Teile
Alle Teile, auch Schnittgut.
Risiko
Alkaloide können Magen-Darm-, Nerven- und Kreislaufsymptome verursachen.
Handeln
Kein Formschnitt in Tiernähe lagern; bei möglicher Aufnahme Pflanzenmenge und Probe sichern.
Foto: Ormanbotanigi / Wikimedia Commons · Public Domain
Adlerfarn (Pteridium aquilinum)Ernst zu nehmen

Pteridium aquilinum

Adlerfarn

Erkennen
Große dreieckige mehrfach gefiederte Wedel · Braune unterirdische Rhizome · Bildet dichte Bestände
Giftige Teile
Alle Teile; junge Wedel und Rhizome besonders relevant.
Risiko
Wiederholte Aufnahme kann je nach Tierart Blutbildung und weitere Organsysteme schädigen.
Handeln
Bestände kartieren und Zugang verhindern; bei Aufnahme und Blässe/Blutung tierärztlich abklären.
Foto: Hans Hillewaert / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
Robinie / Scheinakazie (Robinia pseudoacacia)Ernst zu nehmen

Robinia pseudoacacia

Robinie / Scheinakazie

Erkennen
Gefiederte Blätter · Weiße duftende Blütentrauben · Dornige Zweige und rissige Borke
Giftige Teile
Vor allem Rinde, Samen und Blätter; nicht mit echter Akazie verwechseln.
Risiko
Kann Verdauungs-, Kreislauf- und neurologische Symptome verursachen.
Handeln
Rinde und Astschnitt unzugänglich halten; Sturmbruch sofort entfernen; Verdacht tierärztlich klären.
Foto: Javier Martin / Wikimedia Commons · Public Domain
Goldregen (Laburnum anagyroides)Extrem giftig

Laburnum anagyroides

Goldregen

Erkennen
Hängende, leuchtend gelbe Blütentrauben · Dreizählige Blätter · Erbsenähnliche Hülsen mit Samen
Giftige Teile
Alle Teile, besonders Samen und Hülsen.
Risiko
Das Alkaloid Cytisin kann Erbrechen, Krämpfe und Kreislaufversagen auslösen.
Handeln
Als Zierstrauch von der Weide fernhalten; Samenhülsen und Schnittgut nie zugänglich lassen.
Foto: Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0
Maiglöckchen (Convallaria majalis)Extrem giftig

Convallaria majalis

Maiglöckchen

Erkennen
Zwei breite, glänzende Grundblätter · Weiße, duftende Glöckchen · Schattige Gärten und Waldränder
Giftige Teile
Alle Pflanzenteile, auch das Wasser aus der Vase.
Risiko
Herzwirksame Glykoside können schwere Herzrhythmus- und Kreislaufstörungen verursachen.
Handeln
Gartenpflanzung von der Fläche trennen; Aufnahme als dringenden Vergiftungsverdacht behandeln.
Foto: Wikimedia Commons · Public domain
Tollkirsche (Atropa belladonna)Extrem giftig

Atropa belladonna

Tollkirsche

Erkennen
Glänzend schwarze Beeren · Braunviolette glockige Blüten · Waldränder und Lichtungen
Giftige Teile
Alle Teile, besonders Beeren und Wurzel.
Risiko
Tropanalkaloide (Atropin) bedrohen Nervensystem, Herz und Atmung.
Handeln
Bestände sperren und fachgerecht entfernen; bei Aufnahme sofort Notdienst.
Foto: User:Kilom691 / Wikimedia Commons · Public domain
Schwarzes Bilsenkraut (Hyoscyamus niger)Extrem giftig

Hyoscyamus niger

Schwarzes Bilsenkraut

Erkennen
Klebrig behaarte Blätter · Schmutziggelbe, violett geaderte Blüten · Unangenehmer Geruch
Giftige Teile
Alle Pflanzenteile, besonders Samen.
Risiko
Tropanalkaloide können Nervensystem und Kreislauf schwer beeinträchtigen.
Handeln
An Wegrändern und Ruderalflächen prüfen; Fläche sperren, bei Aufnahme Notdienst.
Foto: H. Zell / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
Gemeiner Stechapfel (Datura stramonium)Extrem giftig

Datura stramonium

Gemeiner Stechapfel

Erkennen
Große, weiße Trichterblüten · Stachelige Kapselfrüchte · Buchtig gezähnte Blätter
Giftige Teile
Alle Teile, besonders Samen.
Risiko
Tropanalkaloide wirken stark auf Nervensystem, Herz und Atmung.
Handeln
Als Ruderal- und Ackerbeikraut entfernen; Aufnahme sofort tierärztlich abklären.
Foto: bdk / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
Gefleckter Schierling (Conium maculatum)Extrem giftig

Conium maculatum

Gefleckter Schierling

Erkennen
Rot gefleckter, hohler Stängel · Fein gefiederte Blätter · Weiße Doldenblüten, Mäusegeruch
Giftige Teile
Alle Teile, besonders Früchte und Stängel.
Risiko
Das Alkaloid Coniin kann zu Lähmung und Atemstillstand führen.
Handeln
Nicht mit Kräutern verwechseln; Bestände sperren, mit Handschuhen entfernen, bei Aufnahme Notdienst.
Foto: Unknown author / Wikimedia Commons · Public domain
Wasserschierling (Cicuta virosa)Extrem giftig

Cicuta virosa

Wasserschierling

Erkennen
Kammerige, knollige Wurzel · Weiße Doldenblüten · Ufer, Gräben und Feuchtwiesen
Giftige Teile
Alle Teile, besonders die Wurzel.
Risiko
Cicutoxin gilt als eine der giftigsten heimischen Pflanzen und löst rasch Krämpfe aus.
Handeln
Gewässerränder auf der Weide sichern; jeden Zugang verhindern, bei Aufnahme sofort Notdienst.
Foto: Matti Virtala / Wikimedia Commons · CC0
Seidelbast (Daphne mezereum)Extrem giftig

Daphne mezereum

Seidelbast

Erkennen
Rosa Blüten direkt am Zweig vor dem Laub · Rote Beeren · Schattige Wald- und Gartenlagen
Giftige Teile
Alle Teile, besonders Rinde und Beeren.
Risiko
Scharfe Diterpenester reizen Haut und Schleimhäute und schädigen den Kreislauf.
Handeln
Zierstrauch fernhalten; Beeren und Schnittgut unzugänglich machen.
Foto: Wikimedia Commons · Public domain
Rizinus / Wunderbaum (Ricinus communis)Extrem giftig

Ricinus communis

Rizinus / Wunderbaum

Erkennen
Große, handförmig gelappte Blätter · Stachelige rote Fruchtkapseln · Beliebte Kübel- und Beetpflanze
Giftige Teile
Alle Teile, besonders die Samen.
Risiko
Das Eiweißgift Ricin ist schon in kleinsten Mengen hochgefährlich.
Handeln
Samen und Pflanzenreste sicher entsorgen; jeden Zugang ausschließen, bei Aufnahme sofort Notdienst.
Foto: Juan Carlos Fonseca Mata / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
Gewöhnliche Traubenkirsche (Prunus padus)Hohe Gefahr

Prunus padus

Gewöhnliche Traubenkirsche

Erkennen
Weiße, hängende Blütentrauben · Kleine schwarze Steinfrüchte · Feuchte Gehölzränder
Giftige Teile
Blätter, Rinde und Kerne, besonders welk oder zerkleinert.
Risiko
Cyanogene Verbindungen können nach Zerkleinerung Blausäure freisetzen.
Handeln
Heckenschnitt nie auf die Weide geben; Sturmbruch entfernen, Aufnahme tierärztlich klären.
Foto: Christer Johansson / Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.5
Bergahorn (Acer pseudoplatanus)Hohe Gefahr

Acer pseudoplatanus

Bergahorn

Erkennen
Fünflappige, gegenständige Blätter · Geflügelte Samen (Nasenzwicker) · Große Parkbäume und Feldgehölze
Giftige Teile
Samen und Keimlinge; besonders im Herbst und Frühjahr.
Risiko
Hypoglycin A gilt als Auslöser der atypischen Weidemyopathie – vor allem bei mitweidenden Pferden und Ponys.
Handeln
Samenreiche Bäume im Herbst und die Keimlinge im Frühjahr aus dem Weidebereich fernhalten; bei plötzlicher Schwäche Notdienst.
Foto: MurielBendel / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus)Hohe Gefahr

Euonymus europaeus

Pfaffenhütchen

Erkennen
Vierkantige rosa Fruchtkapseln mit orangem Samen · Grüne Zweige · Häufig in Hecken
Giftige Teile
Alle Teile, besonders Früchte und Samen.
Risiko
Glykoside und Alkaloide können Verdauung, Herz und Nerven belasten.
Handeln
In Feldhecken kartieren und abpflanzen; Schnittgut nicht zugänglich lassen.
Foto: CAPTAIN RAJU / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
Gemeiner Efeu (Hedera helix)Hohe Gefahr

Hedera helix

Gemeiner Efeu

Erkennen
Immergrüne, ledrige Blätter · Kletternd an Mauern und Bäumen · Schwarze Beeren im Winter
Giftige Teile
Blätter und Beeren.
Risiko
Saponine (Falcarinol) reizen Verdauung und Schleimhäute.
Handeln
Zugang zu bewachsenen Zäunen und Mauern verhindern; Ranken zurückschneiden.
Foto: H. Zell / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
Liguster (Ligustrum vulgare)Hohe Gefahr

Ligustrum vulgare

Liguster

Erkennen
Schmale, gegenständige Blätter · Weiße Blütenrispen · Schwarze Beeren, klassische Heckenpflanze
Giftige Teile
Blätter und besonders die Beeren.
Risiko
Glykoside können Verdauungs- und Kreislaufstörungen auslösen.
Handeln
Zaunabstand zu Ligusterhecken einhalten; Schnittgut nie verfüttern.
Foto: Globetrotter19 / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
Blauregen / Glyzinie (Wisteria sinensis)Hohe Gefahr

Wisteria sinensis

Blauregen / Glyzinie

Erkennen
Hängende blauviolette Blütentrauben · Verholzende Kletterpflanze · Samthaarige Hülsenfrüchte
Giftige Teile
Vor allem Samen und Hülsen.
Risiko
Lektine und Glykoside können heftige Magen-Darm-Symptome verursachen.
Handeln
Als Zierkletterpflanze fernhalten; herabgefallene Hülsen entfernen.
Foto: nlamore from USA / Wikimedia Commons · CC BY 2.0
Gefleckter Aronstab (Arum maculatum)Hohe Gefahr

Arum maculatum

Gefleckter Aronstab

Erkennen
Pfeilförmige, oft gefleckte Blätter · Kolben in Hüllblatt · Leuchtend rote Beeren im Sommer
Giftige Teile
Alle Teile, besonders Beeren und Knolle.
Risiko
Scharfstoffe und Calciumoxalat reizen Maul, Rachen und Verdauung stark.
Handeln
Schattige Weidebereiche prüfen; Bestände entfernen, bei Aufnahme Tierarzt.
Foto: Hans-Martin Scheibner / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
Bittersüßer Nachtschatten (Solanum dulcamara)Hohe Gefahr

Solanum dulcamara

Bittersüßer Nachtschatten

Erkennen
Violette Blüten mit gelbem Kegel · Rote, eiförmige Beeren · Kletternd an feuchten Rändern
Giftige Teile
Alle Teile, besonders unreife Beeren und Kraut.
Risiko
Solanin-Glykoalkaloide belasten Verdauung und Nervensystem.
Handeln
Ranken an Zaun und Gewässer entfernen; Aufnahme tierärztlich abklären.
Foto: H. Zell / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
Kartoffel (grüne Teile) (Solanum tuberosum)Hohe Gefahr

Solanum tuberosum

Kartoffel (grüne Teile)

Erkennen
Krautige Pflanze mit Fiederblättern · Grüne oder keimende Knollen · Häufig als Gartenabfall
Giftige Teile
Kraut, Beeren, grüne und keimende Knollen.
Risiko
Solanin in grünen Teilen kann Verdauung und Kreislauf belasten.
Handeln
Kartoffelkraut und grüne Knollen nie auf Weide oder Mist werfen.
Foto: Amédée Masclef / Wikimedia Commons · Public domain
Lupine (Lupinus polyphyllus)Hohe Gefahr

Lupinus polyphyllus

Lupine

Erkennen
Handförmig geteilte Blätter · Hohe Blütenkerzen in Blau bis Rosa · Böschungen und Gärten
Giftige Teile
Alle Teile, besonders Samen; je nach Sorte unterschiedlich stark.
Risiko
Chinolizidin-Alkaloide (bei Bitterlupinen) wirken auf Nerven und Kreislauf; Pilzbefall kann zusätzlich giftig sein.
Handeln
Zier- und Wildlupinen aus dem Weidebereich fernhalten; verpilztes Material meiden.
Foto: KENPEI / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
Lebensbaum / Thuja (Thuja occidentalis)Hohe Gefahr

Thuja occidentalis

Lebensbaum / Thuja

Erkennen
Schuppenförmige, abgeflachte Nadeln · Aromatischer Geruch beim Zerreiben · Sehr häufige Heckenpflanze
Giftige Teile
Alle Teile, besonders Zweigspitzen und Schnittgut.
Risiko
Ätherische Öle (Thujon) reizen Verdauung und belasten Leber und Nerven.
Handeln
Heckenschnitt konsequent von Tieren fernhalten; Zaunabstand zu Thujahecken einhalten.
Foto: André Karwath aka Aka / Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.5
Sadebaum / Sevenbaum (Juniperus sabina)Hohe Gefahr

Juniperus sabina

Sadebaum / Sevenbaum

Erkennen
Schuppige, streng riechende Nadeln · Kleine blauschwarze Beerenzapfen · Niederliegender Zierwacholder
Giftige Teile
Alle Teile, besonders Triebspitzen.
Risiko
Ätherische Öle können Verdauung, Nieren und Kreislauf schwer schädigen.
Handeln
Zierwacholder dieser Art nicht in Tiernähe pflanzen; Schnittgut sicher entsorgen.
Foto: Franz Eugen Köhler, Köhler's Medizinal-Pflanzen / Wikimedia Commons · Public domain
Eiche (Eicheln & junge Blätter) (Quercus robur)Ernst zu nehmen

Quercus robur

Eiche (Eicheln & junge Blätter)

Erkennen
Gelappte Blätter · Eicheln in Bechern · Große Feld- und Waldbäume
Giftige Teile
Eicheln, junge Blätter und Knospen.
Risiko
Gerbstoffe (Tannine) können bei größerer Aufnahme Verdauung und Nieren belasten.
Handeln
Herbstlichen Eichelfall im Weidebereich beobachten; bei starkem Anfall Zugang begrenzen.
Foto: Johann Georg Sturm (Painter: Jacob Sturm) / Wikimedia Commons · Public domain
Rosskastanie (Aesculus hippocastanum)Ernst zu nehmen

Aesculus hippocastanum

Rosskastanie

Erkennen
Handförmig geteilte große Blätter · Weiße Blütenkerzen · Stachelige Kapseln mit glänzenden Kastanien
Giftige Teile
Samen, junge Blätter und Blüten.
Risiko
Aesculin und Saponine können Verdauungs- und Kreislaufsymptome verursachen.
Handeln
Herabgefallene Kastanien und Schnittgut aus dem Weidebereich entfernen.
Foto: Sannse at English Wikipedia / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
Stechpalme / Ilex (Ilex aquifolium)Ernst zu nehmen

Ilex aquifolium

Stechpalme / Ilex

Erkennen
Immergrüne, dornig gezähnte Blätter · Leuchtend rote Beeren · Hecken und Unterwuchs
Giftige Teile
Vor allem die Beeren, auch die Blätter.
Risiko
Saponine und weitere Stoffe reizen die Verdauung.
Handeln
Zierhecken fernhalten; Beeren tragendes Schnittgut nicht liegen lassen.
Foto: Wikimedia Commons · Public domain
Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)Ernst zu nehmen

Sambucus nigra

Schwarzer Holunder

Erkennen
Gefiederte Blätter · Weiße Blütenschirme · Schwarze Beerendolden
Giftige Teile
Rinde, Blätter, Wurzeln und unreife Beeren.
Risiko
Cyanogene Verbindungen in rohen Teilen können Verdauungsbeschwerden auslösen.
Handeln
Größere Mengen frischen Schnittguts vermeiden; Aufnahme beobachten.
Foto: Willow / Wikimedia Commons · CC BY 2.5
Schlehe / Schwarzdorn (Prunus spinosa)Ernst zu nehmen

Prunus spinosa

Schlehe / Schwarzdorn

Erkennen
Dorniger Strauch · Weiße Blüten vor dem Laub · Blauschwarze, herbe Früchte
Giftige Teile
Blätter und Kerne, besonders welk oder zerkleinert.
Risiko
Cyanogene Verbindungen in Blättern und Kernen können Blausäure freisetzen.
Handeln
Heckenschnitt nicht verfüttern; welkes Laub aus dem Weidebereich halten.
Foto: Manfred Werner - Tsui / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
Zwergmispel / Cotoneaster (Cotoneaster spp.)Ernst zu nehmen

Cotoneaster spp.

Zwergmispel / Cotoneaster

Erkennen
Kleine, oft glänzende Blätter · Weiße bis rosa Blüten · Rote Beeren, häufige Bodendecker
Giftige Teile
Vor allem die Beeren.
Risiko
Cyanogene Verbindungen können in größerer Menge Verdauung und Kreislauf reizen.
Handeln
Bodendecker-Beeren im Gartenrandbereich beachten; Schnittgut entfernen.
Foto: Johann Georg Sturm (Painter: Jacob Sturm) / Wikimedia Commons · Public domain
Scharfer Hahnenfuß (Ranunculus acris)Ernst zu nehmen

Ranunculus acris

Scharfer Hahnenfuß

Erkennen
Leuchtend gelbe, glänzende Blüten · Tief geteilte Blätter · Sehr häufig auf Wiesen und Weiden
Giftige Teile
Frische Pflanze, besonders zur Blüte.
Risiko
Protoanemonin reizt Maul und Verdauung; getrocknet im Heu ist es weitgehend entschärft.
Handeln
Überweidung vermeiden, damit Tiere nicht auf Hahnenfuß ausweichen; bei starkem Aufkommen Grünlandpflege prüfen.
Foto: Original book source: Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany / Wikimedia Commons · Public domain
Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum)Ernst zu nehmen

Hypericum perforatum

Echtes Johanniskraut

Erkennen
Gelbe Blüten mit vielen Staubblättern · Blätter mit durchscheinenden Punkten · Trockene Wegränder und Wiesen
Giftige Teile
Kraut und Blüten.
Risiko
Hypericin kann besonders bei hellhäutigen Tieren Photosensibilisierung (Sonnenbrand) auslösen.
Handeln
Bei starkem Bestand Grünland regulieren; Hautveränderungen an unpigmentierten Stellen beobachten.
Foto: Agnieszka Kwiecień, Nova / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum)Ernst zu nehmen

Heracleum mantegazzianum

Riesenbärenklau

Erkennen
Bis über zwei Meter hoch · Riesige weiße Doldenblüten · Feuchte Ränder und Brachen
Giftige Teile
Pflanzensaft (Furocumarine).
Risiko
Verursacht in Verbindung mit Sonnenlicht schwere Hautentzündungen bei Tier und Mensch.
Handeln
Nur mit Schutzkleidung entfernen (lassen); Kontakt und Aufnahme vermeiden.
Foto: Mbdortmund / Wikimedia Commons · GFDL 1.2
Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense)Ernst zu nehmen

Equisetum arvense

Ackerschachtelhalm

Erkennen
Grüne, quirlig verzweigte Triebe · Kein echtes Laub · Feuchte, verdichtete Böden
Giftige Teile
Grüne Pflanze, besonders im Heu.
Risiko
Thiaminase kann den Vitamin-B1-Haushalt stören; das Risiko gilt vor allem für Pferde.
Handeln
Heu von schachtelhalmreichen Flächen meiden; Grünland entwässern und pflegen.
Foto: Mike Dickison / Wikimedia Commons · CC BY 4.0
Rhabarber (Blätter) (Rheum rhabarbarum)Ernst zu nehmen

Rheum rhabarbarum

Rhabarber (Blätter)

Erkennen
Sehr große, gewellte Blätter · Kräftige rot-grüne Stiele · Gartenbeet-Staude
Giftige Teile
Vor allem die Blätter.
Risiko
Hoher Oxalsäuregehalt kann Verdauung und Nieren belasten.
Handeln
Rhabarberblätter nie als Gartenabfall auf Weide oder Misthaufen geben.
Foto: Magnus at German Wikipedia / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
Narzisse / Osterglocke (Narcissus pseudonarcissus)Ernst zu nehmen

Narcissus pseudonarcissus

Narzisse / Osterglocke

Erkennen
Trompetenförmige gelbe Blüten · Schmale, graugrüne Blätter · Frühlings-Zwiebelpflanze
Giftige Teile
Alle Teile, besonders die Zwiebeln.
Risiko
Das Alkaloid Lycorin reizt Verdauung und Kreislauf.
Handeln
Zwiebeln und Beetreste fernhalten; Frühjahrsbeete nicht in Tiernähe anlegen.
Foto: Pierre Poschadel / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
Löwenzahn (Taraxacum officinale)Unbedenklich

Taraxacum officinale

Löwenzahn

Erkennen
Gelbe Korbblüten, später Pusteblume · Rosette gezähnter Blätter · Milchsaft im Stängel
Einordnung
Gilt als unbedenkliches, gern gefressenes Weidekraut.
Warum meist unbedenklich
Wird von vielen Weidetieren geschätzt und liefert Mineralstoffe – kein Vergiftungsrisiko in üblichen Mengen.
Trotzdem beachten
Kann als Teil einer artenreichen Weide stehen bleiben; ein Zeichen für lebendiges Grünland.
Foto: Walther Otto Müller / Wikimedia Commons · Public domain
Spitzwegerich (Plantago lanceolata)Unbedenklich

Plantago lanceolata

Spitzwegerich

Erkennen
Schmale, längs geaderte Blätter · Walzenförmige Blütenähre · Sehr häufig auf Wiesen und Wegen
Einordnung
Gilt als wertvolles, unbedenkliches Weidekraut.
Warum meist unbedenklich
Beliebtes Kraut in artenreichem Grünland, gut verträglich und schmackhaft.
Trotzdem beachten
Darf bleiben; bereichert die Weide und wird gern angenommen.
Foto: Hans Hillewaert / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
Breitwegerich (Plantago major)Unbedenklich

Plantago major

Breitwegerich

Erkennen
Breite, gestielte Blätter in Rosette · Schmale Blütenähre · Trittfeste Wege und Ränder
Einordnung
Gilt als unbedenklich.
Warum meist unbedenklich
Robustes Wegkraut ohne bekanntes Vergiftungsrisiko für Weidetiere.
Trotzdem beachten
Kein Handlungsbedarf; harmloser Dauergast an Wegen und Toren.
Foto: Frank Vincentz / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
Gänseblümchen (Bellis perennis)Unbedenklich

Bellis perennis

Gänseblümchen

Erkennen
Kleine weiße Zungenblüten mit gelber Mitte · Löffelförmige Blattrosette · Kurzrasige Wiesen
Einordnung
Gilt als unbedenklich.
Warum meist unbedenklich
Harmloses Wiesenkraut, das mitgefressen werden darf.
Trotzdem beachten
Kein Handlungsbedarf; ein Zeichen kurz gehaltener, gesunder Grasnarbe.
Foto: Matthias Süßen / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
Weißklee (Trifolium repens)Unbedenklich

Trifolium repens

Weißklee

Erkennen
Dreizählige Blätter, oft mit hellem Winkel · Weiße Blütenköpfchen · Kriechend, sehr häufig
Einordnung
Grundsätzlich unbedenklich und nahrhaft.
Warum meist unbedenklich
Wertvolle Eiweißpflanze – sehr große Mengen frischen Leguminosengrüns können aber Blähungen begünstigen.
Trotzdem beachten
Als Weidebestandteil erwünscht; nur bei sehr kleereichem, jungem Aufwuchs die Aufnahme im Blick behalten.
Foto: Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
Rotklee (Trifolium pratense)Unbedenklich

Trifolium pratense

Rotklee

Erkennen
Dreizählige Blätter mit hellem Fleck · Rosa-rote Blütenköpfe · Wiesen und Ackerränder
Einordnung
Grundsätzlich unbedenklich und nahrhaft.
Warum meist unbedenklich
Gute Futterpflanze; sehr große Mengen frisches Leguminosengrün können Blähungen fördern.
Trotzdem beachten
Als Weide- und Heubestandteil erwünscht; auf ausgewogenen Aufwuchs achten.
Foto: Ivar Leidus / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
Große Brennnessel (Urtica dioica)Unbedenklich

Urtica dioica

Große Brennnessel

Erkennen
Gezähnte Blätter mit Brennhaaren · Vierkantiger Stängel · Nährstoffreiche Ränder und Brachen
Einordnung
Nicht giftig; frisch brennt sie mechanisch.
Warum meist unbedenklich
Angewelkt oder getrocknet ist die Brennnessel ein nährstoffreiches, gern gefressenes Kraut.
Trotzdem beachten
Kein Vergiftungsrisiko; abgemähte Brennnesseln vor dem Anbieten anwelken lassen, dann verlieren sie die Brennwirkung.
Foto: Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
Schafgarbe (Achillea millefolium)Unbedenklich

Achillea millefolium

Schafgarbe

Erkennen
Fein gefiederte, farnartige Blätter · Weiße bis rosa Doldenblüten · Trockene Wiesen und Ränder
Einordnung
Gilt in üblichen Weidemengen als unbedenklich.
Warum meist unbedenklich
Aromatisches Wiesenkraut, das gern in Maßen gefressen wird.
Trotzdem beachten
Kein Handlungsbedarf; Teil eines gesunden, artenreichen Bestands.
Foto: Benjamin Zwittnig / Wikimedia Commons · CC BY 2.5 si
Weißdorn (Crataegus monogyna)Unbedenklich

Crataegus monogyna

Weißdorn

Erkennen
Gelappte kleine Blätter · Weiße Blütendolden · Rote Früchte, dorniger Heckenstrauch
Einordnung
Blätter und Früchte gelten als unbedenklich.
Warum meist unbedenklich
Häufige, harmlose Heckenpflanze – ein Grund zur Entwarnung an vielen Feldhecken.
Trotzdem beachten
Kein Vergiftungsrisiko; als natürliche Hecke unproblematisch.
Foto: Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
Heckenrose / Hagebutte (Rosa canina)Unbedenklich

Rosa canina

Heckenrose / Hagebutte

Erkennen
Bogig überhängende, bestachelte Triebe · Rosa-weiße Blüten · Rote Hagebutten im Herbst
Einordnung
Blätter und Hagebutten gelten als unbedenklich.
Warum meist unbedenklich
Beliebte, ungefährliche Wildhecke; Hagebutten sind vitaminreich.
Trotzdem beachten
Kein Handlungsbedarf; wertvoller, harmloser Heckenstrauch.
Foto: Sakurai Midori / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
Giersch (Aegopodium podagraria)Unbedenklich

Aegopodium podagraria

Giersch

Erkennen
Dreizählig geteilte Blätter · Weiße Doldenblüten · Schattige, nährstoffreiche Ränder
Einordnung
Gilt als unbedenklich.
Warum meist unbedenklich
Verbreitetes Wildkraut ohne bekanntes Vergiftungsrisiko für Weidetiere.
Trotzdem beachten
Kein Handlungsbedarf; nicht mit giftigen Doldenblütlern verwechseln – im Zweifel bestimmen lassen.
Foto: Avjoska / Wikimedia Commons · CC BY 3.0
Vogelmiere (Stellaria media)Unbedenklich

Stellaria media

Vogelmiere

Erkennen
Kleine, zarte Blättchen · Winzige weiße Sternblüten · Teppichartig auf offenem Boden
Einordnung
Gilt als unbedenklich.
Warum meist unbedenklich
Zartes, gern gefressenes Kraut ohne Vergiftungsrisiko.
Trotzdem beachten
Kein Handlungsbedarf; harmloser Bodendecker auf offenen Stellen.
Foto: André Karwath aka Aka / Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.5

Zum Üben

Erkennst du die Pflanze am Foto?

Ein kleines Quiz, kein Ersatz für fachkundige Bestimmung vor Ort.

Frage 1 von 430 richtig
Welche Pflanze ist das?

Welche Pflanze siehst du hier?