Begriffe kurz erklärt
Fachsprache, die im Stallalltag hilft.
Das Glossar wird aus den Leitfäden heraus verlinkt und führt von jeder Definition zurück in den passenden Praxisartikel.
A
- Absetzen
Absetzen ist die geplante Trennung des Crias von der Milchversorgung und meist auch zeitweise von der Mutter. Maßgeblich sind Entwicklung, Gesundheit, Futteraufnahme und soziale Situation, nicht nur das Alter.
- Anämie
Anämie bedeutet, dass zu wenig rote Blutkörperchen beziehungsweise zu wenig Hämoglobin für den Sauerstofftransport vorhanden ist. Sie ist ein messbarer Befund mit unterschiedlichen möglichen Ursachen, keine eigenständige Ursachendiagnose.
- Ankaufsuntersuchung
Die Ankaufsuntersuchung ist eine unabhängige tierärztliche Momentaufnahme vor dem Kauf. Umfang und Dokumentation richten sich nach Tier, Nutzung, Herkunft und den konkreten Kaufbedingungen.
- Anthelminthika-Resistenz
Anthelminthika-Resistenz liegt vor, wenn ein vererbbarer Anteil einer Parasitenpopulation eine korrekt durchgeführte Behandlung mit einem Wirkstoff überlebt. Sie betrifft den Parasitenbestand, nicht das behandelte Alpaka.
- Anweiden
Anweiden ist die schrittweise Umstellung von winterlicher Raufutterration auf frischen Weideaufwuchs. Es gibt Verdauung und Futteraufnahme Zeit, sich an das neue Angebot anzupassen.
- Anzeigepflichtige Tierseuche
Eine anzeigepflichtige Tierseuche muss dem Veterinäramt gemeldet werden, sobald ein begründeter Verdacht besteht – nicht erst nach einem Laborbefund und unabhängig davon, wie viele Tiere gehalten werden.
- Aufgasung
Aufgasung ist eine übermäßige Gasansammlung im Verdauungssystem. Zunehmender Bauchumfang kann Atmung und Kreislauf beeinträchtigen und ist bei deutlichen Symptomen ein Notfall.
B
- Belastungsindex (Hitze)
Der verbreitete Hitze-Belastungsindex addiert Lufttemperatur in Grad Fahrenheit und relative Luftfeuchte in Prozent. Er ist eine grobe Management-Faustformel, kein validierter klinischer Messwert für ein einzelnes Alpaka.
- Besatzdichte
Besatzdichte beschreibt, wie viele Tiere eine Fläche über einen bestimmten Zeitraum nutzen. Sie beeinflusst Futterkonkurrenz, Bodenbelastung, Grasnarbe und Infektionsdruck gleichzeitig.
- Bestandsregister
Das Bestandsregister dokumentiert Tierbestand sowie Zu- und Abgänge nachvollziehbar. Arzneimittelanwendungen und Wartezeiten können zusätzliche, rechtlich getrennte Nachweise erfordern.
- Biosicherheit
Biosicherheit umfasst alle Maßnahmen, die das Einschleppen, Verbreiten und Austragen von Krankheitserregern begrenzen. Sie verbindet Tierzukauf, Hygiene, Besucherführung, Geräte- und Bestandsmanagement.
- Body Condition Score (BCS)
Der Body Condition Score (BCS) beschreibt die Körperkondition anhand definierter Tastpunkte. Beim Alpaka ist das Abtasten entscheidend, weil dichtes Vlies Gewichtsverlust und Fettpolster optisch verdecken kann.
- BTV
BTV steht für Bluetongue virus, den Erreger der Blauzungenkrankheit. Das Virus wird überwiegend durch blutsaugende Gnitzen übertragen; auch Neuweltkameliden sind empfänglich.
C
- Cooperative Care
Cooperative Care ist Training, bei dem ein Tier Pflegemaßnahmen vorhersehbar und möglichst freiwillig mitträgt. Ein erlerntes Start- oder Pausensignal gibt ihm kontrollierbaren Handlungsspielraum.
- Cria
Cria ist die gebräuchliche Bezeichnung für ein neugeborenes oder noch nicht abgesetztes Lama- oder Alpakajungtier. Die Mehrzahl lautet Crias.
D
- Deckenvlies
Deckenvlies ist die Faser von Rücken und Flanken, die bei guter Zonierung die gleichmäßigste und meist feinste Hauptpartie bildet. Es wird getrennt von Hals-, Bauch- und Beinfaser verarbeitet.
- Desensibilisierung
Desensibilisierung ist die schrittweise Gewöhnung an einen Reiz in einer Intensität, bei der das Tier noch wahrnehmen, lernen und wieder entspannen kann. Sie unterscheidet sich deutlich vom bloßen Aushalten.
- Dystokie
Dystokie bezeichnet eine erschwerte oder stockende Geburt, bei der Muttertier oder Cria ohne fachkundige Hilfe gefährdet sein können. Ursache können Lage, Größe, Geburtsweg oder fehlende Wehentätigkeit sein.
E
- Eimeria
Eimeria ist eine Gattung wirtsspezifischer einzelliger Darmparasiten. Bei Alpakas können insbesondere bestimmte Arten wie Eimeria macusaniensis schwere Erkrankungen verursachen.
- Eimeria macusaniensis
Eimeria macusaniensis ist eine Kokzidienart der Neuweltkameliden mit auffällig großen, schweren Oozysten. Sie gilt als besonders tückisch, weil sie in der Standarddiagnostik leicht übersehen wird.
F
- Faserbruch
Faserbruch bezeichnet eine strukturell geschwächte Stelle, an der viele Fasern unter Zug reißen. Eine gleich hohe Bruchzone kann auf eine zurückliegende Belastungsphase während des Wachstums hinweisen.
- FEC (Eizahl im Kot)
FEC steht für Fecal Egg Count, die quantitative Zahl bestimmter Parasiteneier pro Gramm Kot (EpG). Der Wert schätzt die aktuelle Eiausscheidung, nicht direkt die Zahl oder Gefährlichkeit aller Würmer.
- Fehlprägung
Fehlprägung beschreibt fehlgerichtetes Sozialverhalten eines handaufgezogenen oder zu stark auf Menschen geprägten Kameliden. Besonders bei männlichen Tieren kann daraus gefährliche Distanzlosigkeit und Aggression entstehen.
- Futtercharge
Eine Futtercharge ist eine abgrenzbare Menge mit gemeinsamer Herkunft und vergleichbaren Ernte- oder Produktionsbedingungen. Jede neue Charge kann sich ernährungsphysiologisch und hygienisch von der vorherigen unterscheiden.
H
- Handlingbereich
Ein Handlingbereich ist ein sicher gestalteter Arbeitsbereich zum Sammeln, Sortieren, Wiegen, Untersuchen, Behandeln und Verladen von Alpakas. Gute Gestaltung reduziert Stress und Verletzungsrisiko.
- Hepatische Lipidose
Hepatische Lipidose ist eine krankhafte Fetteinlagerung in der Leber infolge ausgeprägter negativer Energiebilanz. Bei Alpakas kann sie sich aus Futterstopp, Grunderkrankung oder hohem Energiebedarf entwickeln.
- Herdenschutz
Herdenschutz umfasst vorbeugende Maßnahmen gegen Übergriffe durch Beutegreifer. Kern sind geeignete Zäune, kontrollierte Zugänge, angepasste Betriebsabläufe und je nach Situation weitere Schutzsysteme.
- Heuanalyse
Eine Heuanalyse untersucht eine repräsentative Probe im Labor auf Nährstoff- und gegebenenfalls Mineralstoffgehalte. Sie macht eine Charge berechenbarer, ersetzt aber nicht die hygienische Prüfung.
- Huacaya
Huacaya bezeichnet den häufigeren Alpakavliestyp mit gekräuselten, eher senkrecht vom Körper stehenden Fasern. Das Vlies wirkt dadurch dicht und voluminös.
I
- IgG
IgG steht für Immunglobulin G, die wichtigste im Kolostrum übertragene Antikörperklasse. Der Blutwert hilft einzuschätzen, ob ein Cria ausreichenden passiven Immunschutz erhalten hat.
- Induzierte Ovulation
Alpakastuten sind induzierte Ovulatoren: Der Eisprung wird typischerweise erst durch den Deckakt und den dabei ausgelösten hormonellen Reiz angestoßen. Sie besitzen daher keinen regelmäßigen Zyklus wie spontan ovulierende Tierarten.
- Ionophore
Ionophore wie Monensin oder Salinomycin sind Wirkstoffe beziehungsweise Futterzusatzstoffe für bestimmte Nutztierarten. Für Kameliden können bereits Fehlmischungen oder Kreuzkontaminationen schwer toxisch sein.
K
- Kaskade (Arzneimittel)
Die tierarzneimittelrechtliche Kaskade legt fest, unter welchen Voraussetzungen eine Tierärztin oder ein Tierarzt von einem für Tierart und Indikation zugelassenen Arzneimittel abweichen darf. Sie dient der Behandlungslücke, nicht der freien Präparatewahl.
- Kolostrum
Kolostrum ist die erste, besonders antikörper- und nährstoffreiche Milch nach der Geburt. Für Crias ist die frühe Aufnahme zentral, weil sie nahezu ohne eigenen zirkulierenden Antikörperschutz geboren werden.
- Kotplatz
Ein Kotplatz ist eine von mehreren Alpakas wiederholt genutzte Ausscheidungsstelle. Dieses Verhalten erleichtert Reinigung, konzentriert dort aber auch infektiöses Material.
- Kotprobe
Eine Kotprobe ist frisches, eindeutig einem Tier oder einer definierten Gruppe zugeordnetes Untersuchungsmaterial. In der Alpakahaltung dient sie vor allem der gezielten Parasitenkontrolle.
- Kryptorchismus
Kryptorchismus bedeutet, dass ein oder beide Hoden nicht dauerhaft im Hodensack liegen. Der Befund ist zuchtrelevant und kann eine aufwendigere Kastration erfordern.
L
- Lock (Suri)
Lock bezeichnet die charakteristische Strähnenstruktur des Suri-Vlieses. Form, Gleichmäßigkeit und Erhalt der Strähne tragen neben Glanz und Feinheit zur Beurteilung bei.
M
- Markhaltigkeit
Markhaltigkeit bezeichnet Fasern mit einem zentralen Markkanal (Medulla). Solche Fasern sind häufig steifer und beeinflussen Griff, Glanz, Färbung und Verarbeitung.
- Maulatmung
Maulatmung ist beim Alpaka ein schweres Alarmzeichen. Alpakas atmen funktionell fast ausschließlich durch die Nase und nutzen das offene Maul nicht als normale Form der Wärmeabgabe.
- Mekonium
Mekonium, auch Darmpech, ist der erste dunkle und zähe Kot des Neugeborenen. Sein Abgang gehört zur Beobachtung in den ersten Lebensstunden.
- Mikron
Ein Mikron beziehungsweise Mikrometer (µm) ist ein Millionstel Meter. In der Faseranalyse beschreibt der Wert den Durchmesser einzelner Fasern.
- Modifizierter Wiederkäuer
Alpakas werden als modifizierte Wiederkäuer bezeichnet. Ihr Magen hat insgesamt drei Abteilungen (C1 bis C3) und unterscheidet sich damit anatomisch vom vierteiligen Magen der echten Wiederkäuer.
- Mycoplasma haemolamae
Mycoplasma haemolamae ist ein Blutparasit der Neuweltkameliden, der an rote Blutkörperchen bindet und eine Blutarmut auslösen kann. Viele Tiere tragen ihn unauffällig über Jahre, ohne je krank zu werden.
N
- Nachgeburt
Die Nachgeburt umfasst Plazenta und Eihäute, die nach dem Cria ausgestoßen werden. Sie geht bei Alpakas meist innerhalb der ersten Stunde ab; je nach Fachquelle gilt sie nach drei bis sechs Stunden als zurückgehalten. Ein verzögerter Abgang kann behandlungsbedürftig sein; gewaltsames Ziehen ist gefährlich.
- Nasenatmung bei Kameliden
Alpakas atmen funktionell fast ausschließlich durch die Nase: Unter normalen Bedingungen strömt ihre Atemluft dort hindurch. Sichtbare Maulatmung ist daher kein normales Hecheln, sondern ein ernstes Warnzeichen.
- Neuweltkameliden
Neuweltkameliden sind Alpaka, Lama, Guanako und Vikunja. Die Bezeichnung grenzt diese südamerikanischen Kameliden von den Altweltkamelen Dromedar und Trampeltier ab.
O
- Opferfläche
Eine Opferfläche ist ein bewusst intensiv genutzter, meist befestigter Auslauf, der produktive Weiden bei Nässe, Trockenheit oder fehlendem Aufwuchs entlastet. Sie ist Managementfläche, nicht wertlose Restfläche.
P
- Passiver Immunschutz
Passiver Immunschutz ist der Antikörperschutz, den ein Cria nach der Geburt über Kolostrum erhält. Er überbrückt die Zeit, bis das eigene Immunsystem ausreichend reagiert.
- Prädator
Ein Prädator ist ein Beutegreifer, der andere Tiere jagt und tötet. Alpakas sind Beutetiere und können bereits auf Silhouette, Geruch oder Bewegungsmuster eines Hundes mit Alarm und Flucht reagieren.
- Pyrrolizidinalkaloide
Pyrrolizidinalkaloide sind leberschädigende Pflanzengifte, die vor allem in Kreuzkräutern vorkommen. Ihre Besonderheit: Sie werden beim Trocknen und Silieren nicht zerstört und wirken über viele kleine Aufnahmen kumulativ.
Q
- Quarantäne
Quarantäne ist die räumlich und organisatorisch getrennte Beobachtungs- und Diagnostikphase für neu zugekaufte oder zurückkehrende Tiere. Sie soll Einschleppung erkennen, bevor Kontakt zum Bestand entsteht.
R
- Raufutter
Raufutter ist strukturreiches Grundfutter wie Weideaufwuchs und hygienisch einwandfreies Heu. Es bildet die Basis einer alpakatypischen Ration.
- Refugium
Refugium bezeichnet den Teil einer Parasitenpopulation, der zum Behandlungszeitpunkt keinem Wirkstoff ausgesetzt ist. Seine empfindlichen Gene verdünnen die Nachkommen resistenter Überlebender.
S
- Selektive Behandlung
Selektive Behandlung bedeutet, nur diejenigen Tiere zu entwurmen, bei denen Befunde und Risiko eine Behandlung begründen. Sie ersetzt pauschale Herdentermine durch individuelle Entscheidungen.
- Skirting
Skirting ist das systematische Sortieren eines geschorenen Vlieses. Randzonen, Verschmutzung, zweite Schnitte, Filz und deutlich abweichende Faser werden vom nutzbaren Los getrennt.
- Standardabweichung (Faser)
Die Standardabweichung einer Faserprobe beschreibt, wie stark die gemessenen Durchmesser um ihren Mittelwert streuen. Je kleiner sie im Verhältnis zum Mittelwert ist, desto gleichmäßiger ist die Probe.
- Stapellänge
Stapellänge ist die Länge eines zusammengehörigen Faserbüschels vom Ansatz bis zur Spitze. Sie beeinflusst, mit welchen Verfahren und zu welchen Produkten die Faser verarbeitet werden kann.
- Stressleiter
Die Stressleiter ordnet frühe, mittlere und späte Belastungssignale eines Tieres. Sie hilft, Training oder Handling zu unterbrechen, bevor Flucht, Abwehr oder Erstarren nötig werden.
- Suri
Suri bezeichnet den Alpakavliestyp mit langen, glänzenden Fasersträhnen, die körpernah herabfallen. Die charakteristische Strähnenstruktur wird als Lock bezeichnet.
T
- Thermofenster
Ein Thermofenster ist eine begrenzte, zusätzlich geschorene Körperzone, die Wärmeabgabe erleichtern soll. Es ist eine situationsbezogene Maßnahme und kein gleichwertiger Ersatz für rechtzeitige Vollschur und gutes Hitzemanagement.
- Tierseuchenkasse
Tierseuchenkassen sind Einrichtungen der Bundesländer zur Finanzierung bestimmter Vorsorge-, Bekämpfungs- und Entschädigungsleistungen. Melde- und Beitragspflichten für Neuweltkameliden unterscheiden sich regional.
- TRACES
TRACES NT ist das elektronische EU-System für amtliche Bescheinigungen und die Rückverfolgbarkeit grenzüberschreitender Tierverbringungen. Es ersetzt nicht die tatsächliche Gesundheitsprüfung oder Transportplanung.
- Trockenmasse
Trockenmasse (TM) ist der Anteil eines Futtermittels, der nach Abzug des Wassers übrig bleibt. Nur auf dieser Basis lassen sich Futtermengen und Nährstoffgehalte sinnvoll vergleichen.
- Trockenmasseaufnahme
Trockenmasseaufnahme ist die tatsächlich gefressene Futtermenge ohne deren Wasseranteil. Sie ist die zentrale Bezugsgröße, um Aufnahme und Nährstoffversorgung einer Ration zu beurteilen.
U
- Überflutung (Flooding)
Überflutung oder Flooding setzt ein Tier einem starken Reiz aus, ohne dass es ausweichen kann, bis die sichtbare Reaktion nachlässt. Das Ende der Gegenwehr beweist weder Entspannung noch Lernen.
- Umwidmung
Umwidmung bedeutet, dass eine Tierärztin oder ein Tierarzt ein Arzneimittel außerhalb seiner ursprünglichen Zulassungsbedingungen anwendet. Das ist nur innerhalb der gesetzlichen Kaskade und unter tierärztlicher Verantwortung zulässig.
- Unterkieferödem
Als Unterkieferödem oder "Flaschenhals" bezeichnet man eine weiche, teigige, schmerzlose Schwellung im Kehlgang. Sie entsteht, wenn zu wenig Eiweiß im Blut ist, und gilt als spätes Warnzeichen bei starkem Wurmbefall.
V
- Vektor
Ein Vektor ist ein lebender Überträger, der einen Erreger zwischen Wirten weitergibt. Bei BTV übernehmen diese Rolle bestimmte blutsaugende Gnitzen.
- Vlies
Vlies bezeichnet sowohl die Faserbedeckung am Tier als auch die bei der Schur zusammenhängend abgenommene Faserpartie. Für die Verarbeitung wird es nach Körperzonen und Qualität getrennt.
W
- Wallach
Ein Wallach ist ein kastriertes männliches Alpaka. Die Kastration beendet nicht automatisch bereits erlerntes Verhalten und wirkt nicht sofort.
- Wartezeit
Die Wartezeit ist der verbindliche Zeitraum zwischen der letzten Arzneimittelanwendung und der zulässigen Gewinnung von Lebensmitteln vom behandelten Tier. Sie soll Rückstände oberhalb zulässiger Grenzen verhindern.
- Weiderotation
Weiderotation ist der geplante Wechsel zwischen Teilflächen mit Nutzungs- und Ruhephasen. Sie soll Grasnarbe und Futterangebot steuern, ist aber keine automatische Parasitenentwurmung der Weide.
- Windchill
Windchill beschreibt die verstärkte Auskühlung durch bewegte Luft. Bei Alpakas wird er besonders relevant, wenn Vlies und Haut nass sind oder das Tier jung, krank, frisch geschoren oder geschwächt ist.
Z
- Zoonose
Eine Zoonose ist eine Infektion, die auf natürlichem Weg zwischen Wirbeltieren und Menschen übertragen werden kann. Nicht jede Tierkrankheit und nicht jeder bei Alpakas nachgewiesene Erreger ist zoonotisch.
- Zweiter Schnitt
Zweite Schnitte sind kurze Faserstücke, die entstehen, wenn bereits geschorene Bereiche erneut überfahren werden. Sie mindern die verarbeitbare Stapellänge und können Pilling begünstigen.