Fachbegriff

Passiver Immunschutz

Passiver Immunschutz ist der Antikörperschutz, den ein Cria nach der Geburt über Kolostrum erhält. Er überbrückt die Zeit, bis das eigene Immunsystem ausreichend reagiert.

Auch: passive transfer, fpt

Einordnung

Was der Begriff konkret bedeutet

Da der Antikörpertransfer über die Plazenta bei Kameliden sehr gering ist, hängt die frühe Versorgung maßgeblich von zeitnaher Aufnahme hochwertigen Kolostrums ab. Darmaufnahme und damit Wirksamkeit sinken in den ersten Lebensstunden rasch.

Beim Failure of Passive Transfer ist die Übertragung unzureichend. Das Cria kann zunächst unauffällig wirken und trotzdem ein deutlich erhöhtes Infektionsrisiko tragen; die Beurteilung stützt sich deshalb auf Vorgeschichte, Untersuchung und geeignete Blutdiagnostik.

Ausführlich erklärt in

Zucht & CriaGeburt und die ersten 24 Stunden des CriasZeitmarken, Beobachtung und klare Eskalation von normalem Verlauf bis zum Notfall.

Kommt vor in

Leitfäden, die diesen Begriff verwenden

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