Fachbegriff

Markhaltigkeit

Markhaltigkeit bezeichnet Fasern mit einem zentralen Markkanal (Medulla). Solche Fasern sind häufig steifer und beeinflussen Griff, Glanz, Färbung und Verarbeitung.

Auch: markhaltig, markkanal, medullation

Einordnung

Was der Begriff konkret bedeutet

Medullation ist kein reines Ja-nein-Merkmal: Der Markkanal kann unterbrochen, kontinuierlich oder sehr ausgeprägt sein. Anteil und Ausprägung variieren nach Körperzone, Alter, Genetik und Faserdurchmesser.

Grobe, stark markhaltige Fasern tragen oft zum Kratzgefühl bei, doch Hautgefühl hängt auch von Durchmesserverteilung, Faserenden, Garnkonstruktion und Verarbeitung ab. Ein niedriger mittlerer Mikronwert allein beschreibt die Komfortqualität deshalb nicht vollständig.

Ausführlich erklärt in

Faser & WolleAlpaka oder Kaschmir: was die Fasern wirklich unterscheidetFeinheit, Markhaltigkeit und Kratzgefühl – warum Kaschmir im Schnitt feiner ist und Alpaka trotzdem seine Berechtigung hat.

Kommt vor in

Leitfäden, die diesen Begriff verwenden

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