Fachbegriff

Mycoplasma haemolamae

Mycoplasma haemolamae ist ein Blutparasit der Neuweltkameliden, der an rote Blutkörperchen bindet und eine Blutarmut auslösen kann. Viele Tiere tragen ihn unauffällig über Jahre, ohne je krank zu werden.

Auch: haemolamae, eperythrozoon

Einordnung

Was der Begriff konkret bedeutet

Der Erreger befällt die roten Blutkörperchen und kann sie vorzeitig zerstören. Klinisch auffällig wird das vor allem bei Tieren, deren Immunsystem gerade anderweitig beansprucht ist – bei Jungtieren, nach Transport oder Geburt, bei parallelem Wurmbefall oder anderen Erkrankungen. Dann kann eine bis dahin stumme Infektion in eine deutliche Anämie umschlagen.

Nachgewiesen wird er heute per PCR aus dem Blut; die frühere Suche im Blutausstrich übersieht ihn leicht. Ein positiver Befund allein ist allerdings noch keine Diagnose: Untersuchungen an klinisch gesunden Alpakas und Lamas fanden viele unauffällige Dauerträger, deren Blutwerte sich nicht von denen negativer Tiere unterschieden. Erst der Befund zusammen mit Blutbild und klinischem Bild ergibt ein Urteil.

Ausführlich erklärt in

GesundheitAnämie beim Alpaka: blasse Schleimhäute richtig einordnenWarum Blutarmut bei Alpakas so lange unsichtbar bleibt, welche Ursachen dahinterstecken – und warum die Lidfarbe allein weder Diagnose noch Entwarnung ist.

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Leitfäden, die diesen Begriff verwenden

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