Fachbegriff

Unterkieferödem

Als Unterkieferödem oder "Flaschenhals" bezeichnet man eine weiche, teigige, schmerzlose Schwellung im Kehlgang. Sie entsteht, wenn zu wenig Eiweiß im Blut ist, und gilt als spätes Warnzeichen bei starkem Wurmbefall.

Auch: unterkieferoedem, flaschenhals, bottle jaw

Einordnung

Was der Begriff konkret bedeutet

Blutsaugende Magen-Darm-Würmer entziehen dem Tier nicht nur rote Blutkörperchen, sondern auch Eiweiß. Sinkt der Eiweißgehalt im Blut weit genug, kann Flüssigkeit nicht mehr im Gefäßsystem gehalten werden und sammelt sich an der tiefsten Stelle des Kopfes – im Kehlgang unter dem Unterkiefer. Das Ergebnis ist eine weiche Schwellung, die sich eindrücken lässt und nicht schmerzhaft ist.

Wichtig ist die Abgrenzung: Eine feste, warme, schmerzhafte Schwellung am Kiefer spricht eher für einen Abszess oder ein Zahnproblem und hat eine völlig andere Ursache. Das Unterkieferödem selbst ist kein frühes Zeichen, sondern ein spätes – bis es sichtbar wird, läuft der Eiweiß- und Blutverlust meist schon länger.

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