Die Fakten

Alpaka-Steckbrief: Größe, Gewicht, Herkunft und Lebenserwartung

Die wichtigsten Eckdaten zum Alpaka auf einen Blick – Abstammung, Körperbau, Fortpflanzung und Lebenserwartung.

Lesezeit
ca. 4 Min.
Aktualisiert
27. Juli 2026
Einordnung
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Alpakas sind domestizierte Neuweltkameliden aus den südamerikanischen Anden, gezüchtet aus dem wilden Vikunja. Sie erreichen etwa 80 bis 100 Zentimeter Widerristhöhe, wiegen ausgewachsen meist 55 bis 85 Kilogramm und werden 15 bis über 20 Jahre alt. Es gibt zwei Vlies-Typen (Huacaya und Suri). Als reine Pflanzenfresser mit dreikammerigem Magen leben sie in Herden, tragen rund 11,5 Monate und bringen in der Regel ein einzelnes Jungtier (Cria) zur Welt.

Das Wichtigste

01

Alpakas stammen aus den Anden Südamerikas und wurden aus dem Vikunja domestiziert.

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Ausgewachsene Tiere wiegen meist 55 bis 85 kg bei etwa 80 bis 100 cm Widerristhöhe.

03

Die Lebenserwartung liegt bei 15 bis über 20 Jahren.

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Es gibt zwei Typen: das flauschige Huacaya und das lockige Suri.

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Alpakas verständigen sich vor allem über ein leises Summen und einen schrillen Alarmruf; Spucken gilt überwiegend der Herdenkommunikation.

Die wichtigsten Eckdaten

Alpakas sind Hochland-Spezialisten: Über Jahrtausende hat sie das Leben auf 3.500 bis 5.000 Metern in den Anden geformt – dünne Luft, eisige Nächte, karges Gras. Fast alles an ihrem Körper erzählt von dieser Herkunft, vom dichten Vlies bis zum sparsamen Stoffwechsel, der aus wenig Futter viel herausholt. Wer das versteht, versteht auch die meisten Haltungsfehler in Mitteleuropa: Hier ist das Problem selten zu wenig, sondern fast immer zu viel – zu viel Energie im Futter, zu wenig Struktur, zu feuchte Böden.

MerkmalWert
OrdnungNeuweltkameliden (mit Lama, Guanako, Vikunja)
HerkunftAnden Südamerikas (Peru, Bolivien, Chile)
Widerristhöheca. 80–100 cm
Gewicht adultmeist 55–85 kg
Lebenserwartung15 bis über 20 Jahre
Tragzeitca. 11,5 Monate (≈ 335–345 Tage)
Nachwuchsin der Regel ein Cria pro Trächtigkeit
Vlies-TypenHuacaya (flauschig), Suri (lockig)

Körperbau und Besonderheiten

Vieles am Alpaka wirkt auf den zweiten Blick durchdacht. Die gespaltene Oberlippe zupft einzelne Halme ab, statt die Grasnarbe abzureißen – gut für die Weide. Die gepolsterten Zehen mit ihren zwei Nägeln hinterlassen kaum Trittschäden, weshalb Alpakas als bodenschonend gelten. Und die gemeinschaftlichen Kotplätze, die viele zuerst kurios finden, sind in Wahrheit ein Geschenk: Sie machen das Absammeln und damit das Parasitenmanagement erstaunlich planbar.

  • Modifizierte Wiederkäuer mit dreikammerigem Magen – keine echten Wiederkäuer wie Rind oder Schaf
  • Gespaltene, bewegliche Oberlippe zum gezielten Abrupfen von Futter
  • Im Oberkiefer vorn keine Schneidezähne, sondern eine feste Zahnplatte
  • Gepolsterte Zehen mit zwei Nägeln statt harter Hufe – bodenschonend
  • Gemeinschaftliche Kotplätze, was das Parasitenmanagement erleichtern kann

Wichtige Normwerte adulter Tiere

ParameterReferenzbereich
Körpertemperatur37,5–38,9 °C
Herzfrequenz60–90 Schläge/min
Atemfrequenz10–30 Züge/min

Wie Alpakas sich ausdrücken

Alpakas sind leise Tiere mit einem überraschend feinen Ausdruck. Das typischste Geräusch ist ein weiches Summen ("Humming") – es begleitet Neugier, leichte Anspannung, den Kontakt zwischen Stute und Cria. Bei Gefahr stoßen sie einen schrillen, fast vogelartigen Alarmruf aus, der die ganze Herde in Sekunden aufmerksam macht. Und ja, sie spucken – aber fast nie den Menschen an. Spucken ist in erster Linie Herdenkommunikation: eine Ansage am Futtertrog, ein Klären der Rangfrage. Wer Abstand und Körpersprache respektiert, bekommt es kaum ab.

Aus unserer eigenen Haltung

Bei uns summt vor allem Stupsi – ein tiefes, zufriedenes Brummen, wenn er mich an der Weide erwartet. Coco dagegen ist der Wächter: Sein Alarmruf hat uns schon manches Mal zum Zaun gerufen, meist wegen eines Bussards, einmal aber auch wegen eines Zaunschadens. Man lernt diese Stimmen erstaunlich schnell auseinanderzuhalten. – Fabian

– Fabian · Die ganze Geschichte

Begriffe aus diesem Artikel

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CriaNeuweltkamelidenHuacayaSuriVliesStandardabweichung (Faser)Lock (Suri)Kotplatz

Häufige Fragen

Wie groß und schwer werden Alpakas?

Alpakas erreichen etwa 80 bis 100 Zentimeter Widerristhöhe und wiegen ausgewachsen meist zwischen 55 und 85 Kilogramm – deutlich kleiner und leichter als Lamas.

Wie alt werden Alpakas?

Alpakas können 15 bis über 20 Jahre alt werden. Die Anschaffung ist damit eine langfristige Verpflichtung.

Woher stammen Alpakas ursprünglich?

Alpakas stammen aus den Hochanden Südamerikas und wurden vor Jahrtausenden aus dem wilden Vikunja domestiziert, vor allem zur Fasergewinnung.

Spucken Alpakas Menschen an?

Nur selten. Spucken ist in erster Linie Kommunikation innerhalb der Herde – etwa am Futtertrog. Gegenüber vertrauten, respektvoll auftretenden Menschen kommt es kaum vor; meist gibt es vorher deutliche Warnsignale über Ohren und Halshaltung.

Belege & Vertiefung

Quellen dieses Leitfadens

Zur Quellenmethodik

Auf Basis der folgenden Fachquellen erstellt und laufend gepflegt. Zuletzt geprüft und aktualisiert am 27. Juli 2026.

  1. Merck Veterinary ManualManagement of Llamas and Alpacas Belegt die Eckdaten zu Körperbau, Verdauung und Management der Art.
  2. Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und VeterinärwesenLamas und Alpakas Grundlage der Haltungs- und Herkunftsangaben aus behördlicher Sicht.
  3. Deutsches Tierärzteblatt / BundestierärztekammerNeuweltkamele in Deutschland Liefert die Zahlen zur Verbreitung von Neuweltkamelen in Deutschland.
  4. Peer-reviewed review / PubMed CentralHusbandry practices and welfare of alpacas and llamas Peer-reviewte Übersicht zu Haltung und Wohlergehen – Basis der Verhaltens- und Sozialaussagen.
  5. Proceedings of the Royal Society B / PubMedGenetic analysis reveals the wild ancestors of llama and alpaca Belegt taxonomische Einordnung, Verwandtschaft und Domestikationsgeschichte.

Dieser Leitfaden dient der sachkundigen Haltung und Früherkennung. Er ersetzt keine Untersuchung, Diagnose oder Therapie durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt.

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