Winterwerkzeug · PLZ-bezogen
Minusgrade sind selten das Problem. Eis in der Tränke und nasses Vlies schon.
Gesunde, akklimatisierte Alpakas mit trockenem Vlies stehen bei Frost entspannt draußen. Kritisch wird der Winter über die Wasserversorgung und über Nässe, die bis auf die Haut geht. Die Ampel zeigt für deine Postleitzahl, wann in den nächsten Tagen Nachtfrost, Dauerfrost oder nasskaltes Wetter kommt – und was dann zuerst zu prüfen ist.
Standort
Wie wird es an deiner Weide?
Die Postleitzahl wird nur für die Vorhersage verwendet und nicht gespeichert. Ist im Hofkompass schon eine Postleitzahl hinterlegt, steht sie hier bereits – gelesen nur in deinem Browser.
Wie die Ampel einstuft
- Nachtfrost: Tiefstwert unter 0 °C – Tränken morgens auf Eis prüfen.
- Dauerfrost: Höchstwert ≤ 0 °C – unbeheizte Tränken tauen tagsüber nicht mehr auf.
- Strenger Frost: Tiefstwert ≤ −10 °C, sehr strenger Frost ≤ −15 °C – frei liegende Leitungen sind gefährdet.
- Nasskalt: Tagesmittel ≤ 5 °C bei mindestens 10 mm Niederschlag – durchnässtes Vlies isoliert kaum noch.
Die Schwellen sind betriebliche Orientierungswerte für Wasser, Technik und Liegeplatz – keine veterinärmedizinischen Grenzwerte. Senken und Hanglagen können deutlich kälter sein als der Modellgitterpunkt. Ob ein einzelnes Tier friert oder abbaut, zeigt nur der Blick aufs Tier: Futteraufnahme, Kondition, trockenes Vlies.
Es ist dieselbe Einstufung wie im Lagezentrum und im Hofkompass. Methodik und Quellen stehen unter Methodik des Lagezentrums.
Hofkompass
Frost melden lassen, statt nachzusehen
Im Hofkompass rechnet dieselbe Lage mit deinem Hofplan: Welche Tränke an welcher Weide, welche Tiere stehen wo. Mit Hofkompass Plus kommt der Hinweis aufs Handy, sobald Frost an deiner Weide angekündigt wird – tagsüber, höchstens dreimal am Tag, nie nachts.
Häufige Fragen zu Frost, Kälte und Alpakas
Wie viel Kälte vertragen Alpakas?
Kälte allein ist für gesunde, akklimatisierte Alpakas meist weniger problematisch als Nässe, Wind, fehlendes Wasser und zu wenig Energie. Ein dichtes, trockenes Vlies isoliert gut – ein durchnässtes verliert diesen Schutz. Eine feste Temperaturgrenze gibt es deshalb nicht; die Ampel ordnet ein, wann Wasserversorgung und Nässe Aufmerksamkeit brauchen.
Warum misst die Ampel vor allem Frost an der Tränke?
Weil das der häufigste Winterfehler ist: Eine beheizte Tränke, die leuchtet, beweist nur, dass Strom da ist – nicht, dass Wasser fließt. Gefrorene Leitungen können die Wasseraufnahme unbemerkt stoppen, während der Bedarf mit der trockenen Heuration eher steigt. Deshalb beginnt jede Stufe mit der direkten Prüfung des Durchflusses.
Ist der kälteste Tag der gefährlichste?
Oft nicht. Bei trockenem Frost bleibt das Vlies trocken. Gefährlicher kann ein milder, nasser und windiger Tag sein, an dem die Nässe bis auf die Haut durchgeht. Die Ampel meldet deshalb auch nasskaltes Wetter; ob ein Tier wirklich nass ist, zeigt nur der Griff bis auf die Haut.
Welche Tiere brauchen bei Frost besondere Aufmerksamkeit?
Crias, Senioren, kranke und sehr dünne Tiere; frisch geschorene oder durchnässte Tiere; Tiere mit Zahnproblemen oder geringer Futteraufnahme; und neu zugekaufte Tiere ohne Akklimatisation am Standort. Heuaufnahme und Körperkondition werden im Winter aktiv kontrolliert, nicht angenommen.
Woran erkenne ich eine Unterkühlung?
An anhaltendem Zittern – oder später an fehlendem Zittern trotz Kälte, was das ernstere Zeichen ist. Dazu zusammengekauerte Haltung, langsame Reaktion, Absonderung, Futterstopp, unsicherer Gang oder Festliegen. Dann sofort trockenen, windgeschützten Schutz schaffen und tierärztlich Rücksprache halten.